26. Seminar Bautechnischer Radonschutz am 31.03.2010


Sehr geehrte Damen und Herren,

es ist doch eigenartig: Es musste erst ein tragischer Skiunfall durch die Medien gehen, damit Schutzhelme getragen werden. Jährlich tausendfache Todesfälle durch Radon gehen nicht durch die Medien, sie werden eher noch bagatellisiert. Dabei nimmt die Gefahr durch Radon ständig zu. Neue Fenster und Außentüren erhöhen die Gebäudedichtheit. Der Nutzer will Energie sparen, dabei steigt die SchadstoffRadonkonzentration von CO2, Schimmel, Radon, Feinstaub usw. in Aufenthaltsräumen oft beängstigend an. . Wenn Radon nicht eine unterschätzte Gefahr wäre, brauchte man das nicht weiter beachten. Radon wird in Deutschland völlig unterschätzt, es kann unter anderem Lungenkrebs bewirken. Die Gesundheit ist jedoch unantastbar, sie ist ein im Grundgesetz verankertes Grundrecht.
In Deutschland wurde vor ~25 Jahren in über 6.000 Gebäuden Radon gemessen: Ø 50 Bq/m³. Eine Untersuchung zeigt: Die Konzentration steigt in dichten Häusern allein durch Radon aus den Baustoffen im Durchschnitt über 100 Bq/m³ (in Sachsen, Thüringen, Bayern noch höher). Damit haben mehr als die Hälfte dieser Häuser einen Mangel, der Stand der Technik wird nicht gewährleistet.
In mehr als 50% der sanierten Gebäude Deutschlands ist mit Radon >100 Bq/m³ zu rechnen.
Ein gesondertes Radongesetz ist nicht erforderlich.
Die bestehenden Gesetze sind völlig ausreichend.*)
Nicht das Problem, sondern die Lösung steht im Vordergrund. Es scheint paradox: Radonschutz ist mit minimalem Aufwand, im Einklang mit Energiesparen, Umweltschutz, gesunder Raumluft umso besser möglich, je dichter die Gebäude sind. Der Architekt hat so zu planen, dass die Baufirmen ein mangelfreies Werk erstellen kann  – beides ist machbar.
Gesundes Raumklima + Radonschutz sind nicht teuer, mit Wärmerückgewinnung (in Sachsen förderfähig) vorteilhaft realisierbar.

Dr.-Ing. Wolfgang Horn
Sachverständiger für Schutz vor Radon
und bautechnischen Strahlenschutz

Programm

1. Einführung

    * Radon: Eigenschaften – Vorkommen – Historie
    * Radonauswirkungen
    * Radonschutz = Teilgebiet der Bauphysik
    * Wechselwirkung Wärme – Radon – Lüften – Bauweise

2. Grundlagen zum Radonschutz

    * Vorgaben: – WHO: 100 Bq/m³ (best value sogar 50 Bq/m³); – internationaler Trend (USA, Schweiz usw.)
    * Stand der Technik – Optimierung unter 100 Bq/m³
    * Wechselwirkung: Energie – Lüftung – Schadstoffe
    * Energieeinsparverordnung: bewirkt in der Regel mehrfachen Radonanstieg (bis 10fach).

3. Rechtssituation (Kurzinformation)

    * Bestehende Gesetze und/oder Radon-Gesetz
    * Mangelbegriff für Innenraumlufthygiene
    * Rechtssprechung: 2. Urteil über Radon als Mangel in Aufenthaltsräumen; Mangel bei Verkäufen.

4. Radonmessung

    * Methoden und Geräte
    * Messung von Radon: in Luft, Böden (in situ, Labor­prüfung), Freisetzung aus Wasser und Baumaterialien
    * Bewertung der Messergebnisse.

5. Lüftungstechnik – Wärmerückgewinnung

    * Lüftungskonzept nach E DIN 1946-6
    * Richtiges Lüften in Aufenthaltsräumen
    * Raumluft-hygienische Anforderungen nach VDI 6022.

6. Radonsicheres Bauen

    * Ansprüche und Zielstellungen
    * Radonquellen, Radonverteilung in Deutschland,
      Baumaterialien – maßgebliche Quelle
    * Eintrittsmechanismen – Einflussfaktoren auf die Radonkonzentration – Bewertungsmöglichkeiten
    * Radonrisiko bei Baustandorten und Gebäuden
    * Radonschutz in Planung und Ausführung (LV) und
      (End-)Kontrolle mit Bestätigungsmessung
    * Bisher: Abdichtung gegenüber Baugrund; Lüftung im Baugrund (unzulässig); Radon-Handbuch Deutschland: überholt, Gefahr von Baumängeln!
    * Neu: Erst aktiver, dann zusätzlich passiver Schutz
      mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung
    * Einführung in die Berechnung des Radonschutzes
    * Beherrschende Kriterien: Luftwechselrate, Temperatur
    * „Der Teufel steckt im Detail“ – Schadensfälle.

Zielgruppen
Baufirmen, Bauträger, Bauherren, Wohnungsverwaltungen, Bauämter, Behörden, Nutzer, Architekten, Rechtsanwälte.

Referenten:

Dr.-Ing. Wolfgang Horn
Seit 1988 auf dem Gebiet des bautechni­schen Radon­schutzes und zugehörigen Fachgebieten wie Strahlen­messtechnik, Fußböden-Estrich-Feuchteschutz tätig.

Herr Udo Stäudten (angefragt)
Vorsitzender des Verbandes für Energieeffizientes Bauen e.V. und Geschäftsführer Sachsenland Bauelemente GmbH. Einsatz von Lüftungstechnik im Niedrig- und Passivhaus.

Info-Material von Herrn Rechtsanwalt Frank Tippmann
Sozietät Tippmann [ Otto, Chemnitz. Mehrere Beiträge zum Baurecht in Zeitschriften und Profilierung auf dem Gebiet des Radonschutzes.

Termin Mittwoch, 31. März 2010

Ort:           08301 Bad Schlema, Lindenweg 1

Beginn 10:00 h, Mittag 12:00-12:30 h, Ende: 17:00 h.

Die Seminargebühr beträgt 250,00 € (zzgl. MWSt., Unter­la­gen, Getränke, Imbiss), bei Anmeldung bis 23.03.2010 Ermäßigung auf 220,00 € netto (261,80 € brutto). Bitte
überweisen Sie den Betrag auf das Konto der KSK Aue-Schwarzen­berg, Konto-Nr. 4653010043, BLZ 870 560 00.

Fax-Anmeldung an     03772-381301 für
Termin                           31.03.2010

Ich nehme am Seminar teil                                    ……………
Ich nehme am Seminar nicht teil                          ……………
Ich bitte um weitere Seminartermine                  ……………
Ich wünsche einen Gesprächstermin                   ……………

Titel, Name
Vorname

Firma/Institution/Abteilung
Position

Postfach/Straße/Hausnummer
Postleitzahl/Ort

Telefon                                                 Telefax                                                 E-Mail

Datum                                                  Unterschrift                                          Stempel
Aus organisatorischen und räumlichen Gründen ist die Teilnehmerzahl begrenzt. Wir empfehlen eine frühzeitige Anmeldung; sie wird schriftlich
bestätigt. Bei Absagen nach diesem Termin werden 50% der vollen Teilnehmergebühr fällig. Programmänderung vorbehalten. Mit der Unterschrift auf der Anmeldung werden die Anmelde- und Zahlungsmodalitäten anerkannt.


Dr.Ing. Horn Wolfgang | Lindenweg 1 | 08301 Bad Schlema | Tel.:03772-21841 | Fax: 03772-381301 | info@alphara.de